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Bauholz und Beschläge: 14€, Hasengitter: 14€, Muskelkater und Abenteuerfaktor: unbezahlbar

Ich weiß nicht, was uns geritten hat … es gibt so günstige Freigehege für die kleinen Sonntagsbraten, aber irgendwie hatten wir uns ausgerechnet, dass wir für das gleiche Geld deutlich mehr Auslauf schaffen können, wenn wir das in Eigenregie umsetzen. Die Idee schien einfach: Das Gehege sollte mobil, also zerlegbar sein, also sah die erste schnelle Skizze vier Rahmenkonstruktionen aus Dachlatten in den Abmessungen 200cmx50cm vor, die mit Hasendraht betackert werden sollten und durch seitliche Ringösen, durch die Metallstäbe gesteckt werden sollten, miteinander verbunden werden. Darüber hätte man jetzt ein Netz spannen können, aber nein … wir mussten uns ja einen zweigeteilten und durch Scharniere verbundenen Deckel aus weiteren Rahmenkonstruktionen der Maße 100cmx200cm ausdenken …

Das passte auch alles so schön … Dachlatten in 2m Länge sind Standard, lassen sich ohne Rest in 50cm und 1m Stücke zersägen und sind unverschämt günstig. Lediglich der Preis für Hasendraht trieb uns die Tränen in die Augen – 30€ für 10m x 1m erschien uns dann doch arg hoch gegriffen. Eine deutlich günstigere und stabilere Methode boten Armierungsgitter aus verzinktem Stahldraht mit einer Maschenweite von ca. 3cm und den charmanten Abmessungen von 1x2m.

Was uns zur Materialliste bringt:

Ziel:
Kaninchen-Freigehege, zerlegbar, 2x2m, 50cm hoch, Klappdeckel, kein Boden.

Material:
16 x Dachlatte (24mmx48mm reicht), 2m Länge (Empfehlung: Eine Extralatte für „Verschnitt“ zum Preis von 0,60€ dazukaufen)
4 x Armierungsgitter aus verzinktem Stahldraht 2mx1m
16 x Ringösen, ca. 1cm Durchmesser
1x Stab Baustahl, 6mm, 2m
Eine Handvoll Krampen, um die Gitter am Rahmen festzutackern – normale Tackerklammern tun es nicht
Holzleim
Nägel, ca. 30mm
Spaxschrauben

Werkzeug:
Hammer
Akkuschrauber/Bohrer
Kneifzange
Gehrungssäge
60er Schmirgelpapier
Metallsäge

Sonntag 12:00 – die Sonne lacht – wir starten das erste Seitenelement … mit der manuellen Gehrungssäge schneiden sich die Dachlatten doch etwas mühsam – das nächste Mal muss was Elektrisches her. Wir verleimen die Hölzer in der Gehrung, verschrauben die Ecken mit Spax und nutzen die beim Gehrungssägen entstandenen Dreiecke, um ein wenig Stabilität und Statik in die Ecken zu bekommen. Auch hier kommen Leim und – der Einfachheit halber – Nägel zum Einsatz. Leider sind die Armierungsgitter ein klein wenig größer als angegeben, also müssen wir einzelne Segmente per Kneifzange mit roher Muskelkraft entfernen – ein kraftraubendes und mühsames Unterfangen. Glücklicherweise stellt sich ab dem zweiten Seitenteil eine gewisse Routine und Optimierung der Arbeitsabläufe ein, daher laufen die weiteren Teile deutlich zügiger als der Prototyp.

Nach ca. 3h sind die vier Seitenteile fertig, und können mittels der in vier Teile zersägten Baustahl-Stange zusammengesetzt werden. Die Deckrahmen sind aufgrund Ihrer Größe von 1mx2m etwas kritischer, was die Stabilität angeht, also entschließen wir uns, die übrige „Verschnittlatte“ als Querverstrebung einzusetzen. Die beiden Hälften des Deckels verbinden wir mittels „Klavierband-Scharnieren“.

Da uns nach vier Stunden ungewohnter Arbeit die Knochen ordentlich weh tun, vertagen wir das Tackern der zweiten Deckelhälfte auf das nächste Wochenende – unter anderem auch aufgrund der Tatsache, dass wir noch nicht so recht wissen, wie wir den Deckel auf dem Gehege befestigen wollen.

Fortsetzung folgt…

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Categories: Diverses

3 Responses so far.


  1. phoenix says:

    Hi.

    Vielen Dank für diesen Post auf deinem Blog! Hat mich motiviert, ebenfalls ein Freilaufgehege zu bauen. Mich würde interessieren, wie Du das mit dem Deckel gelöst hast ?! Kann Dir ja bei Interesse mal meine Bilder zukommen lassen!

    MfG, phoenix

  2. Michael says:

    Hi,

    Ja, das mit dem “Update” ist leider ein bisschen unter die Räder gekommen … der Deckel ist zweigeteilt, man sieht eine Hälfte auf dem letzten Bild, wird in der Mitte von zwei Scharnieren zusammengehalten und ich hab in den Rand waagrecht seitlich je zwei lange, dicke Haken (auf den langen Seiten im Drittel, auf den kurzen nah am Scharnier) eingeschraubt. Die Haken zeigen nach unten und stehen ca 2cm raus, so kann man den kompletten Deckel bequem auf den Rahmen “hängen”.

  3. phoenix says:

    Ähnliche Konstruktion habe ich mir auch überlegt. Habe dafür aber die Ringösen verwendet, welche man dann auf Schraubenköpfe auf der Oberseite der Seitenteile stecken kann.

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