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21.03. Phu Quoc
22.03. Phu Quoc
23.03. Phu Quoc – Rach Gia – Saigon
24.03. Saigon – Nha Trang
25.03. Nha Trang
26.03. Nha Trang
27.03. Nha Trang
28.03. Nha Trang – Saigon
29.03. Saigon – Rückflug

21.03. Phu Quoc

Phu Quoc Beach

Phu Quoc Beach

Frederic geht erst einmal am Strand laufen und ich gönne mir zunächst ein leckeres Frühstück, bevor ich den Strand und das Wasser genieße. Später laufen wir ein gutes Stück am Strand entlang und nehmen einen Drink im Beach Club, einer winzigen Bungalow-Anlage, die Frederic am frühen morgen schon entdeckt hat. Eigentlich gefällt die uns ziemlich gut, sie ist ganz am Ende von Long Beach, umfasst gerade mal acht Bungalows und ein winziges Open-Air Restaurant mit wirklich ansprechender Karte. Wir bringen in Erfahrung, dass einer der Bungalows tatsächlich frei ist und auch nur 15$ kostet. Allerdings müssen wir uns bis 13:00 entscheiden, da das Personal sonst versucht, am Flughafen neue Gäste zu finden. Da wir schon kurz vor 12:00 haben, beeilen wir uns mit dem Rückweg, checken umgehend aus, und sagen per Handy Bescheid, dass man uns abholen kann. Dann werden wir per Moped mitsamt unseren Koffern die knapp zwei Kilometer zum Beach Club Resort über die holprigen Feldwege gefahren.

It's a boat!

It's a boat!

Jetzt ist erst einmal Chillout angesagt, wir relaxen den ganzen Tag lesend unter den Sonnenschirmen, lassen uns für je 3€ eine Stunde massieren und erfrischen uns in kristallklarem Wasser. Es gibt wohl ein paar kleine Quallen im Meer, deren Nesselgift ist jedoch so schwach, dass man die kaum spürt.

Abends lassen wir uns per Motorroller in das Restaurant vom Abend vorher fahren und genießen weitere Spezialitäten der umfangreichen Karte. Anschließend wollen wir zu einer Location wo man was trinken kann und vernünftige Musik läuft. Das Briefing ist eindeutig – no Massage, no Karaoke, no BumBum. Prompt versuchen die Vögel uns, vor einem Massagesalon abzusetzen. Nach kurzer Diskussion auf dem Moped drehen sie jedoch um und setzen uns bei einer leider recht schwach besuchten Diskothek ab. Die Musik ist OK, die Drinks mörderisch und natürlich werden wir bereits nach kurzer Zeit von zwei Vietnamesinnen angequatscht. Wir belassen es jedoch bei ein paar netten Gesprächen und werden um 24:00 relativ überraschend hinauskomplimentiert, da der Laden bereits schließt – direkt nach mir wird das Licht ausgemacht.

22.03. Phu Quoc

Wir chillen erneut am Strand, laufen ein bisschen und versuchen, an den verschiedenen Resorts Geld zu wechseln. Die meisten haben ziemlich schlechte Kurse, und als ich endlich ein Resort gefunden habe, wo der Kurs stimmt, weigert sich der Manager, meinen 20-Dollar-Schein zu akzeptieren: “No good – bring another” Natürlich habe ich am Strand nicht die Dollarbündel am Mann, also tausche ich zähneknirschend nebenan für den schlechteren Kurs.

Markt

Markt

Nachmittags buchen wir zunächst unser Speedboat für den nächsten Tag zurück nach Rach Gia, dann fahren wir auf den Markt. Der wurde uns am Abend vorher von einem deutschen Ehepaar empfohlen, und ist auch wirklich sehenswert. Dutzende von Obst und Gemüsesorten werden appetitlich und frisch präsentiert und das Rindfleisch liegt bei knapp über 30 Grad ohne Kühlung auf dem Holztisch, wo es vermutlich gestern schon lag. Ein alter Mann produziert mittels einer Fräse Kokosraspeln und merkwürdiges Gelee in Flüssigkeiten wird in kleinen Plastikbeuteln verkauft. Überall herrscht geschäftiges Treiben, immer wieder unterbrochen von schwer beladenen Mopeds, die die frisch erstandenen Waren nach Hause transportieren.

Weiter in Richtung Zentrum kaufe ich mir in einem Jeansgeschäft für 3€ ein T-Shirt und wir lassen uns für je einen Euro die Haare schneiden. Dann erreichen wir die Diskothek vom Vortag und trinken in der Bar nebenan noch ein paar Cocktails, bevor wir den Abend am Strand beschließen.

23.03. Saigon

Heute geht es zurück nach Rach Gia. Passenderweise ist ziemliches Mistwetter, es regnet in Strömen. Wir treffen am Fährhafen unsere quirligen Kartenverkäuferinnen wieder, die es sich nicht nehmen lassen, uns bis zum Boot zu begleiten. Leider vergessen wir, noch ein Erinnerungsfoto zu machen. Dann geht’s 2,5 Stunden lang mit Karaokeshows und vietnamesischer Comedy zurück über’s Meer und anschließend mehrere Stunden per klapprigem Inlandbus zurück nach Saigon. Wir buchen den Flug nach Nha Trang, duschen, essen etwas und beschließen den Abend in unserer Homebase, der Saigon Bar. Dort lernen wir drei Iren kennen, die auch nach Nha Trang wollen – das kann ja heiter werden …

24.03. Nha Trang

Seafood

Seafood

Für die letzte Woche haben wir uns ganz bewusst Beach und Chillout auf die Fahne geschrieben – wir wollen ja erholt zuhause ankommen, und nicht völlig geschafft von stundenlangen Busfahrten. Wir fahren mit dem Taxi für 5$ zum Flughafen, der Flug kostet 35$/Person in modernen Maschinen und dann geht’s noch mal für 5$ die 30km nach Nha Trang in die Stadt. Verglichen mit den Busfahrten ist diese Anreise das Geld allemal wert! Wir landen im “Blue Star Hotel”, eine Wahl, die wir nicht bereuen werden. Zunächst heißt es, mit Klimaanlage kostet das Zimmer 18$, am Ende werden uns jedoch nur 12$ berechnet. Nachdem wir uns akklimatisiert haben suchen wir etwas Vernünftiges zu essen. Seafood wird in Nha Trang groß geschrieben. Vor vielen Restaurants stehen große Eiskübel mit Lobstern, Muscheln, Squids und Fischen aller Art. Daneben große Kohlefässer, auf denen diese Köstlichkeiten direkt vor Ort durchgegart werden. Wir suchen uns jedoch kein Restaurant, sondern entscheiden uns für einen typisch vietnamesischen Straßenstand und werden nicht enttäuscht. Wir zahlen für 1,5kg Lobster, zwei große Squids, ein Rudel Muscheln und zwei Bier zusammen 10€. Dazu gibt’s eine ultra-leckere Marinade aus Limettensaft, Salz, Pfeffer und Zucker. Dann setzen wir uns pappsatt in eine kleine Bar und genießen den Restabend mit Jenga spielen und Cocktails.

25.03. Nha Trang

"Luisan Brew House"

"Luisan Brew House"

Am nächsten Tag genieße ich erst mal den Strand während Frederic lieber im Hotel ausschläft. Dann lege ich mich mittags an den Pool im “Luisan Brew House”, wo es ein feines, dunkles Lager und sehr leckeres Essen gibt. Unglücklicherweise schlafe ich in der prallen Mittagssonne ein, und obwohl ich vorgebräunt und ein eher dunkler Typ bin, werde ich das am nächsten Tag bereuen. Abends ziehen wir durch ein paar Bars und enden im Sailing Club, der sich vor allem durch rudelweise Engländer, Dutzende von Prostituierten und ziemlich gute Musik auszeichnet. Als ich auf dem Weg nach Hause bin, werde ich von vier bis fünf “Ladies” ziemlich massiv mit “Massage, Massage” angegrapscht, und stelle später fest, nachdem ich sie mit sanfter Gewalt losgeworden bin, dass der Attacke mein Handy zum Opfer gefallen ist.

26.03. Nha Trang

Heute geht’s mir gar nicht so gut. Ich hab mir wohl gestern einen Sonnenstich eingefangen. Trotz klimatisiertem Hotelzimmer habe ich massive Schweißausbrüche und mein Kreislauf ist völlig im Keller. Ich trinke literweise Wasser und versuche, wenigstens eine Suppe und ein Sandwich zu essen. Trotzdem geht es mit meinem Kreislauf stetig bergab. Abends ist es so massiv, dass ich mich lieber ins Foyer lege, damit ich auf dem Zimmer nicht zusammenklappe, ohne dass es jemand merkt. Glücklicherweise haben sich gerade heute zwei deutsche Ärztinnen im Hotel einquartiert und kümmern sich rührend um mich. Ich bekomme den Puls gemessen, man besorgt mir Tee aus der Küche und eine Hotelangestellte geht um die Ecke und besorgt mir ein Sandwich. Ich bin so zitterig, dass ich mir nicht mal den Zucker selbst in den Tee machen kann, dass muss der Rezeptionist für mich tun. Nach ca. einer Stunde fühle ich mich stabil genug, dass ich wieder auf’s Zimmer gehe, und versuche ein wenig zu schlafen. Nach ca. einer Stunde ruft das Personal noch einmal an, ob es mir jetzt besser geht – die sind wirklich klasse, die Leute.

27.03. Nha Trang

Heute geht es mir wieder besser – ich bin früh am Strand – diesmal aber im Schatten. Frederic kommt später nach und wir machen noch mal eine Tour durch die City und essen und trinken was. Später bucht Frederic noch den Rückflug – die Economy ist ausgebucht, erklärt man ihm, aber er kann für 5$ ein Upgrade auf die Business Class bekommen. Klar, dass er das Angebot annimmt. Am Abend ziehen noch einmal durch die Bars, wobei ich mich heute sehr zurückhalte.

28.03. Saigon

Fruit on the beach

Fruit on the beach

Ich genieße noch mal den letzten halben Tag am Strand, und lasse mich ein letztes Mal komplett durchkneten – so schnell werde ich das für diesen Preis nicht wieder genießen können. Dann essen wir zu Mittag und fahren mit dem Taxi an den Flughafen um den Rückflug nach Saigon anzutreten. Am Counter dann eine Überraschung – auf unseren Boardkarten steht in fetten Buchstaben “Economy”. Eine Nachfrage am Info-Schalter offenbart den Nepp. Die Dame im Tourist-Office hat die Business Fee eingesteckt und Frederic zwei Economy-Tickets verkauft. Das ist schon wieder so dreist, dass ich eher beeindruckt als verärgert bin. Zurück in Saigon quartieren wir uns wieder im Lan Anh ein, wo wir schon wie alte Bekannte begrüßt werden, und verbringen den Abend natürlich wieder in der Saigon Bar. Für den nächsten Tag verabrede ich mich mit Loan zum Frühstücken und Shopping und lasse den Abend so gegen 4:00 ausklingen.

29.03. Saigon & Frankfurt

Ice, ice, Baby...

Ice, ice, Baby...

Um 8:00 – mitten in der Nacht – ruft die Rezeption an, dass Miss Loan in der Rezeption wartet, und so fahren wir mit Ihrem Motorroller zunächst zum Frühstücken in ein schönes Bistro im Basement ihrer ehemaligen Arbeitsstelle, dann nehmen wir noch einen Lime-Juice und einen Kaffee in einer interessanten, recht modernen Location, in der sich allerdings scheinbar nur Einheimische aufhalten, und bummeln im Anschluss noch ein bisschen durch die Malls und Straßengeschäfte. Da sie wieder bis um 6:00 gearbeitet hat, und ziemlich k.o. ist, fährt sie gegen 12:00 nach Hause um ein paar Stunden zu schlafen, möchte mich aber heute Abend unbedingt zum Flughafen begleiten, was mich natürlich sehr freut. Frederic ist mittlerweile auch wach und so checken wir aus und machen wir noch einen etwas größeren Bogen durch verschiedene Bekleidungsgeschäfte um noch ein paar günstige Hemden oder T-Shirts zu erstehen. Nach Hosen schaue ich mit meinen 1,87m schon gar nicht mehr – die fallen grundsätzlich zu kurz aus. Dann fallen wir zum Mittagessen in eine Art vietnamesisches Brauhaus ein. Die Klimaanlage wird hier durch ein Rohrsystem ersetzt, das permanent einen feinen Wassernebel in den Raum sprüht, was ein erstaunlich angenehmes Klima erzeugt. Alle zehn Meter steht ein Kübel mit Eis, und an großen Tischen sitzen jede Menge meist männliche Vietnamesen, die sich das beliebte Tiger Beer gleich kastenweise zuführen. Wir essen unsere (vermeintlich) letzte Suppe mit Seafood, trinken ein kühles Tiger dazu und sind als einzige Europäer scheinbar so interessant, dass ein alter Mann zu uns kommt und uns stolz zeigt, dass er uns gerade mit seiner Handycam fotografiert hat. Dann wird es leider langsam Zeit, diesem hochinteressanten Land mit seinen freundlichen und clevern Bewohnern, dem phantastischen Essen und dem tollen Wetter auf Wiedersehen zu sagen und so fahren wir mit Loan, die mittlerweile halbwegs ausgeschlafen am Hotel eingetroffen ist, mit dem Taxi zum Flughafen. Und diese Fahrt hat es noch mal in sich – irgendwie ist in Saigon plötzlich Rush Hour. Unser Fahrer ignoriert die Hauptverkehrswege und kämpft sich in Indiana-Jones-Manier durch verwinkelte Seitenstraßen, Millimeter an geparkten Straßenständen vorbei, überquert völlig verstopfte Hauptstraßen und schafft es tatsächlich, das Chaos irgendwie von uns abzuwenden.

Hongkong Airport

Hongkong Airport

Der Flug zurück mit Transit in Hongkong ist nicht weiter erwähnenswert, bis auf die Tatsache, dass das Bordunterhaltungssystem irgendwie buggy ist, zwei mal neu gestartet wird und ich daher den Anfang von Casino Royale gleich drei Mal genießen darf. Wir kommen bei 10°C morgens um 6:00 in Deutschland an, müde aber happy, und werden von Freunden abgeholt.

Es bleiben die Erinnerungen an achzehn Tage Sightseeing, Strandchillout und Partytime. Ich hab für meine Begriffe noch viel zu wenig vom Land gesehen und will daher unbedingt noch einmal hin, aber in der Kombination war es ein ziemlich genialer Urlaub und ist bedenkenlos zu empfehlen.

Categories: Reisen

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